Sonntag – ein Tag, an dem man zu Hause ist und mit der Familie lecker Essen kochen kann, um das Beisammensein ganz besonders zu genießen. Zumindest ist es bei mir so und ich genieße meine Rolle als frisch gebackener Vater in vollen Zügen.
Am frühen Sonntagmorgen, wenn noch alles ruhig ist und alle schlafen, stehe ich oft heimlich auf, trinke eine Tasse Kaffee und stöbere in Kochbüchern herum. Meistens ziehen dann so Backrezepte meine Aufmerksamkeit an, bei denen ich dann denke: Hm, das könntest du doch wieder mal machen. Und jetzt war wieder so ein Sonntag, an dem ich echt Bock drauf hatte, einen leckeren Apfelkuchen zu backen, um meine Frau damit zu überraschen, die Apfelkuchen über alles liebt. Gesagt, getan, ich schmiß die Küchenmaschine an, die leider Gottes extremen Lärm macht und somit die Ruhe und Idylle ziemlich störte. Doch meine zwei Frauen schien das nicht zu stören, sie schliefen wie Engel und ich ließ in der Küche die Töpfe fliegen.
Nach einer halben Stunde war das Werk vollbracht und der leckere, saftige Apfelkuchen im Backofen. Doch was nicht ganz so geil war, das war die Tatsache, dass die Küche aussah, als hätte ich tausend Essen geschickt :). Genau in dem Moment schlich sich meine Frau mit meiner kleinen Tochter von hinten an und sagte nur: „Oje, oje, Schatz, was hast du denn hier gemacht?“ Ich schaute sie mit treudoofen Augen an und sagte: „Dir eine Überraschung bereiten.“ Und sie antwortete: „Aber sicher nicht das Chaos hier, oder?“ Meine Reaktion: „Natürlich nicht, riechst du das nicht, diesen traumhaften Duft von Äpfeln und Zimt, der in der Luft liegt?“ Sie gab mir einen Kuss, bedankte sich und zu meinem Glück half sie mir beim Aufräumen 🙂
Als sie dann nach 2 Stunden den fertigen Kuchen endlich probieren konnte, kam sie aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie saftig und lecker dieser Kuchen war. Sofort rief sie ihre Mama an, um ihr davon zu erzählen. Ihre Mama ist ein absoluter Backfreak, sie bäckt nonstop und mit großer Freude. Das war für sie also wirklich nicht neu, einen saftigen Apfelkuchen zu machen. Aber dass meinen Frau dermaßen von diesem Apfelkuchen-Rezept schwärmte, machte sie doch neugierig und sie bat mich, den saftigen Apfelkuchen nach diesem Rezept mit ihr zusammen zu backen, wenn wir das nächste Mal zu ihr kommen. Das haben wir auch gemacht und die gesamte Familie war begeistert, wie einfach und schnell man so einen leckeren Apfelkuchen zaubern kann.
Das gab mir den Anstoß, Ihnen dieses Rezept hier zu präsentieren. Nicht nur, weil es schnell zu machen geht, sondern vor allem, weil es einfach extrem lecker ist.
Also kommen wir zu den Zutaten, die Sie brauchen, um so einen saftigen Apfelkuchen herzustellen.
Zutaten für das Apfelkuchen-Rezept:
4 Eier
280 g Zucker
250 g Butter, zimmerwarm
300 g Mehl, gesiebt
3 große Äpfel
1 Prise Salz
1/2 Vanilleschote
Zimtpulver
1 EL Butter zum Ausfetten der Form
2 EL Mehl zum Mehlieren der Form
Zusätzliche Zutaten für das Apfelkuchen-Rezept:
1 Bio-Zitrone
1 Stück Küchenpapier
Zubereitung:
Zuerst die Schüssel, in der das Eiweiß aufgeschlagen wird, mit dem Saft einer Zitrone beträufeln und mit dem Küchenpapier auswischen. Dadurch sorgen Sie dafür, dass keine Fettrückstände in der Schüssel sind, die es verhindern, dass das Eiweiß steif geschlagen werden kann. Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Anschließend 140 g Zucker nach und nach zum Eiweiß geben und so lange schlagen, bis es Spitzen zieht. Das Eiweiß sollte fest, luftig und glänzend sein. Stellen Sie es jetzt bis zur Weiterverwendung kalt.
Nun die Eigelbe mit den restlichen 140 g Zucker und dem Mark der halben Vanilleschote cremig-luftig aufschlagen. Geben Sie dann nach und nach abwechselnd Butter und Mehl zu gleichen Teilen in die Ei-Zucker-Masse, damit der Teig nicht gerinnt. Machen Sie das so lange, bis die Butter und das Mehl komplett verarbeitet wurden und rühren Sie den Teig, bis sich alles gut verbunden hat.
Erst jetzt den Ofen auf 180° C vorheizen. Nun kommen die Äpfel dran. Waschen, schälen und entkernen Sie diese. Dann achteln Sie die Äpfel, schneiden sie in dünne Scheiben und geben sie in die Schüssel zum Kuchenteig. Vermischen Sie alles mit einem Holzlöffel, bis die Apfelscheibchen gleichmäßig im Teig verteilt sind.
Als Nächstes geben Sie die Hälfte vom Eischnee zum Teig und vermischen alles, bis der kompakte Teig cremiger und flüssiger in der Konsistenz wird. Erst dann kommt der Rest des Eischnees dazu und wird vorsichtig untergehoben, damit der Apfelkuchen schon luftig und saftig wird.
Füllen Sie nun den Teig in eine Gugelhupf-Form und stoßen diese vorsichtig auf den Boden. Dadurch kommt der Teig bis zum Boden der Backform und es bilden sich keine Luftlöcher.
Geben Sie nun den Apfelkuchen für 30 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Danach stellen Sie die Temperatur auf 150° C runter und lassen den Kuchen eine weitere Stunde backen. Um zu prüfen, ob der Kuchen auch bis unten am Boden durchgebacken ist, testen Sie dies mit einer Spaghetti. Wenn sich daran kein flüssiger Teig befindet, sondern nur winzige kleine Krümel, ist der Apfelkuchen fertig.
Wichtig! Lassen Sie den saftigen Apfelkuchen nach dem Backen unbedingt in der Form auskühlen, damit er nicht beim Stürzen kaputt geht.
Hallo Marcel,
Wenn Ich Rosinen und Rum hinzufuegen moechte, muss Ich mehr Mehl (oder andere zutaten) dazugeben? Wenn Ja, wie viel im verhaeltnis zu Rum? (z.b. 1 cl Rum = 10g Mehl) Oder kann Ich das Rezept so lassen wie es ist?
Hi Haxinger,
Solange Du nicht nicht ganze Flasche Rum und ein Kilo Rosinen kannst du das Rezept so lassen 🙂 .
Beste Grüße
Marcel
PS. Wie heißt du eigentlich?
Hallo Marcel,
Wieder vielen Dank fuer die schnelle antwort….. nur 4-5 cl max. Vielleicht nach dem die Familie vorbei gekommen ist, brauch Ich die Flashe selber nacher 🙂 🙂 :-0
Ich bin die fade Angela, Haxinger ist viel interessanter 🙂
Hallo Marcel,
OMG…. Ich habe heute diesen kuchen gemacht mit rosienen und rum dazu…Der kuchen war ausgezeichnet. Nicht trocken, leicht und locker… Danke fuer das rezept…. muste ihn 1/2 stunde laenger backen (ofen und meeres hoehe sea level underschied) aber ansonsten keine probleme…. Echt wert weiter zu empfehlen…. Freue mich schon auf die oster eier (dein anderes rezept)… Werde dich wissen lassen wie die gelungen sind. Hoffentlich ohne katastrophe in Der kueche…